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Montage Trapezbleche DACH für Aluminium- und Stahlprofile
Montagevorbereitung WICHTIG!
Aus den auf der Baustelle unverzichtbar vorliegenden prüfbaren Verlegeplänen müssen Nach geltendem Recht und Normen ist es heute unerlässlich, die Berechnung von Lasten
folgende Einzelheiten hervorgehen: durch Wind und Schnee für jedes Gebäude entsprechend der geltenden Wind- und Schnee-
■ vorgesehenes Profilblech mit Profilbezeichnung lastzonen zu berechnen. Die hierfür benötigten Angaben sollten sorgfältig von einem fach-
■ Blechstärken und -längen lich qualifizierten Bauplaner zusammengetragen und berechnet werden. Die hierfür nötigen
■ statische Systeme für die Profilbleche entsprechenden Belastungstabellen unserer verschiedenen Profile finden Sie auf den Seiten
■ Montagerichtung 51-55. Für die fachgerechte Verlegung sind prüfbare Verlegepläne unverzichtbar.
■ vorgesehene Befestigungs- und Verbindungselemente mit Typenbezeichnung, Anordnung
Verlegerichtung und Reihenfolge
und Abständen sowie besondere Montagehinweise je nach Art der Verbindung Da die WECKMAN-Trapezbleche sowohl von links nach rechts als auch von rechts nach
■ Art und Einzelheiten der Unterkonstruktion, Konstruktionsabstände, Art und Ausführung links verlegbar sind, empfehlen wir Ihnen vor Beginn der Montage die Deckrichtung fest-
zulegen. Die Deckrichtung ist abhängig von den baulichen Begebenheiten sowie von der
der Auflager sowie Details von Längs- und Querrändern der Verlegeflächen Wetterrichtung. Wir empfehlen Ihnen, sofern die baulichen Begebenheiten dies zulassen,
■ Dehnfugen die Trapezbleche entgegen der Wetterrichtung zu verlegen (siehe Abb. 20). Die Profilbleche
■ Öffnungen in den Verlegeflächen einschließlich erforderlicher Auswechselungen für sind an der unterlappenden Seite mit einer Antikapillarrille versehen, dies garantiert eine
zusätzliche Dichtigkeit in der Parallelüberlappung (Ausnahme W-35/1035 bzw. 35/207)
z. B. Lichtkuppeln, Lichtbänder, Rauch- und Wärmeabzugseinrichtungen (RWA), Dachent- sowie eine Unterbrechung der Kapillarwirkung. Sollte der Wind Wasser durch die Über-
wässerung, Notüberläufe usw. lappung der Profilbleche drücken, so wird dieses Wasser windgeschützt durch die Anti-
■ Aufbauten oder Abhängungen (z. B. für Rohrleitungen, Kabelbündel, Unterdecken) kapillarrille abgeführt (siehe Abb. 23). Bei Dächern unter 10 Grad Dachneigung ist eine
■ Einschränkungen bezüglich der Begehbarkeit der Profilbleche während der Montage zusätzliche Dichtung der Parallelüberlappung
(Längsüberlappung) erforderlich. Verwenden
Prüfen Sie vor Montage die vorhandene Unterkonstruktion auf Materialverträglichkeit, Une- Sie hierfür unser Dichtungsband 2 x 12 mm
benheiten, Auflagebreiten und Stabilität. Vorhandene Unebenheiten sind auszugleichen. Den- aus unserem Zubehörprogramm auf Seite
ken Sie auch hier an Kondensatschutz und die richtige Belüftung (S. 61). Vor der Montage 34. Wichtig ist, dass Sie vor Beginn der Mon-
müssen jegliche Verpackungs- und Schutzfolien entfernt werden. Achten Sie darauf, dass die tage die erste Platte so herumdrehen, dass
Dachfläche nur mit lastverteilenden Laufbohlen betreten wird. die Antikapillarrille zu der nächsten auflap-
penden Platte zeigt (siehe Abb. 23).
Unterkonstruktionsabstand und Ausschnürung
Richten Sie den Unterkonstruktionsabstand nach den vorhandenen Verlegeplänen aus. Be-
ginnen Sie jetzt mit dem Ausschnüren der Trauflinie. An der Traufe dürfen die Profile ohne
besonderen Nachweis maximal einen freien nicht unterstützten Überstand von 200 mm ha-
ben. Am First und Ortgang sollte dieser jedoch höchstens 70 mm betragen. Achten Sie auf
genügend Überhang der Profile in die Dachrinne. Legen Sie unter Berücksichtigung dieser
Faktoren jetzt die Trauflinie fest und schnüren diese als Verlegebezugspunkt aus.
Längsüberlappungen (Wasserlauf)
WECKMAN-Trapezbleche können bis zu einer Profillänge von 6 m auf einer Pfette oder Lat-
te überlappt werden. Die Verschraubung beider Bleche erfolgt dann auf jedem Wellenberg
(Obergurt) mittig der Überlappung in die Unterkonstruktion. Die Überlappung beträgt im
Dachbereich 200 mm. Um Verstauchungen der Profile auf Grund von unterschiedlichen Aus-
dehnungen zweier Profile zu vermeiden, werden Bleche mit einer Länge über 6 m mit einem
Schiebestoß überlappt. Montieren Sie hierfür, wie in Abb. 21 u. 22 gezeigt, eine zweite Pfette
oder Latte mit einem Abstand von ca. 25 cm zur Überlappungspfette der unteren Platte. Ver-
schrauben Sie beide Platten oberhalb und unterhalb der Überlappung auf jedem Wellenberg
(Obergurt). Verwenden Sie für die Dichtung von Querüberlappungen unser Dichtungsband
2 x 12 mm aus unserem Zubehörprogramm auf Seite 34.
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